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Im Juli 2019 wurde bekannt, dass Wredenhagen als möglicher Standort für das künftige deutsche Atommüllendlager in Frage kommt. Die Bürgerinitiative „Atommüllfreie Müritzregion“ wehrt sich gegen das Vorgehen der Bundesregierung.


Nächste Termine:

  • Fachkonferenz Teilgebiete: Laufender Stand und Ablauf des Verfahrens, 25.01.2020, Berlin
  • Unser nächstes Treffen ist am 13.01.2020 um 18:30 Uhr im Gemeindezentrum Wredenhagen am Burgberg.
  • „Tage der Standortauswahl“ vom 12.-14.12.2019 in Braunschweig, Veranstaltung der BGE, (Öffentlichkeitstag am 14.12. speziell zu Ausschlusskriterien und Mindestanforderungen)
  • 14./15.11.2019 zweite Statuskonferenz des BfE zur Standortsuche in Berlin
  • Alternative Statuskonferenz in Hannover am 09.11.2019, organisiert von .ausgestrahlt

Warum wir uns organisieren:

  • Der gesamte Norden Deutschlands steht auf einer tief liegenden Steinsalzschicht (Zechsteinmeer). An einigen Stellen quoll das Salz bis fast an die Oberfläche und bildete sog. Salzstöcke. So ein Salzstock befindet sich unter Wredenhagen. Dessen Oberkante liegt ungefähr 370 m unter der Erdoberfläche. Das wurde bei Probebohrungen im Jahre 1979 festgestellt.
  • Die geologischen Anforderungen an den Endlagerstandort wurden seit dem Abschlussbericht der Endlagersuchkommission nach unten korrigiert und fordern jetzt nur noch mindestens 300 m Tiefe bis zur Endlager tauglichen geologischen Formation.
  • Dadurch ist Wredenhagen noch im Rennen! Die Erwähnung von Spülverlusten im Bericht von 1979 läßt nicht den Schluss zu, dass Wredenhagen ungeeignet ist!
  • Die Müritzregion liegt nur ungefähr 100 km Luftlinie von den Salzvorkommen in Gorleben, der Altmark und der Griesen Gegend entfernt.
  • Es gibt – technisch gesehen – keinen perfekten Endlagerstandort, nur einen am wenigsten schlecht geeigneten. Alle in Betracht gezogenen Formationen (Ton, Salz, Granit) haben auch Schwächen.
  • Theoretisch findet die Standortsuche – ausgehend von einer sog. Weißen Landkarte – auf streng wissenschaftlicher Basis statt und alle Standortentscheidungen werden im Bundestag per Gesetz verabschiedet. Bereits in der Frühphase der Suche schließt Bayern ein Endlager bei sich aus. (Koalitionsvertrag CSU / Freie Wähler) Dadurch wird das Grundprinzip der ‚Weißen Landkarte‘ torpediert.
  • Wir befürchten die massive Einflussnahme durch Landespolitik und Lobbyisten. Mecklenburg-Vorpommern ist zudem mit nur 16 Abgeordneten im Bundestag vertreten.
  • Wir befürchten, dass nicht nach streng wissenschaftlichen Kriterien entschieden wird, sondern der hochradioaktive Abfall dort eingelagert wird, wo wenige Menschen wohnen und darum kaum Gegenwehr zu erwarten ist.
  • Bürgerbeteiligung während der Suche ist immer nur im Sinne von Teilhabe an Information geplant, nicht als Mitgestaltung! Es gibt auch kein Vetorecht betroffener Kommunen oder Personen.
  • Sollte das Endlager wirklich in der Nähe der Müritz errichtet werden, würde die Region zu einem Bergbaugebiet werden, mit Förderturm und Abraumhalde, denn unter Tage muss Platz für den hoch radioaktiven Inhalt von etwa 1.700 Castorbehältern geschaffen werden. Das sind ca. zehnmal so viele wie in Lubmin und Gorleben zusammen.
  • Die Auswirkungen für eine von Naturschutz und Tourismus lebende Region wären unabsehbar. Häuser und Grundstücke im weiten Umkreis würden an Wert verlieren, die Landflucht zunehmen.
  • Darum wollen wir von Beginn an den gesamten Prozess der Endlagersuche wachsam verfolgen und uns rechtzeitig auf die Überprüfung der Ergebnisse der Suchkomission vorbereiten, uns Wissen aneignen und uns mit Unterstützern vernetzen.
  • Im Herbst 2020 wird Phase 1 der Endlagersuche abgeschlossen und Teilgebiete für die weitere Suche werden bekannt gegeben. Ab diesem Zeitpunkt haben betroffene Regionen nur sechs Monate Zeit, das zu prüfen und sich ggf. zu wehren. Darum können und wollen wir nicht bis zum Herbst 2020 warten sondern handeln schon jetzt.